Seit ich mich erinnern kann beschäftigt mich die Frage des menschlichen Zusammenlebens. In meiner Herkunftsfamilie, mit meiner jüngeren, geistig behinderten Schwester, erfuhr ich sehr selbstverständlich den Wert von Gemeinschaft, aber auch die Ausgrenzung. In meinem weiteren Leben wurde mir deutlich in welch großem Maß tragfähige Beziehungen in Gemeinschaften Grundlage meiner Entwicklung waren.

Seit 15 Jahren leben wir als Familie in Bliestorf und konnten die Qualität der sozialen Bezüge und beruflichen Möglichkeiten genießen.
In meinen derzeitigen beruflichen Zusammenhängen erlebe ich bei der Arbeit mit Familien immer wieder, dass es an dem stabilen sozialen Netz mangelt.
Für eine Familie, die ich im Rahmen der Eingliederungshilfe hier in Bliestorf betreue, ist durch die vielen bereits vorhandenen Angebote vor Ort, ein hohes Maß an Integration erreicht worden.

Es fehlt jedoch an geeignetem Wohnraum.
Im Zukunftsdorf gäbe es die Möglichkeit, solchen Wohnraum entstehen zu lassen.
Ich würde die ambulante Betreuung von Familien in besonderen Lebenslagen(Jugendhilfe /Eingliederungshilfe) in Bliestorf gern ausweiten.

Außerdem würde ich gern am Entstehen eines zentralen Ortes für Begegnung mitwirken. Dort könnte geplaudert, gekocht und gegessen werden, jeder könnte seine Fähigkeiten nach seinen Möglichkeiten (Nähstube, Fahrradwerkstatt), einbringen. An diesem Ort könnten sowohl Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen, wie auch kulturelle Ereignisse ihren Platz finden.



Margrit Graap, geb. 1957, in Hamburg,
1984 geheiratet, 5 Kinder (drei davon erwachsen)
1981 – 1998 Hausfrau und Mutter
1992 Hausbau in Bliestorf
1998 – 2001 Seminar Nord „Lehrwege zur Sozialtherapie“;
1999 – 2002 Aufnahme eines Pflegekindes;
1999 – 2005   Soz.therapie „Sampo-hof“, Bliestorf (geringfüg. Mitarb.);
2002 – 2006 Studium der Sozialpädagogik in Lüneburg;
seit 2006 ambulante Betreuung ( Eingliederungshilfe, Mutter m. 2 Kindern) für Haus Arild;
2006 – 2008 Anerkennungsjahr (halbtgs) i. Jugendamt in RZ;
Sozialpädagogische Familienhilfe und Aufbau des Projektes „Frühe Hilfen“ im Kreis Hzgtm. Lauenburg