Leitsätze

Den Dorfbewohnern soll ein selbstbestimmtes Leben, daß im höchsten Maße Un­abhängigkeit im Denken sieht, ermöglicht werden. Nur dann können die Entwick­lungsprozesse lebendig und dynamisch gehalten werden, so daß ein eigenes kulturel­les Umfeld entstehen kann.
Das Leben im Zukunftsdorf gestaltet sich im Spannungsfeld zwischen der Entwick­lung des Einzelnen und den Erfordernissen der Gemeinschaft. Wir wünschen uns Be­ziehungen, die von gegenseitiger Achtsamkeit getragen sind.

Die Struktur des Dorfes soll so geartet sein, daß es möglich wird, sich dem Rechtsan­spruch auf Arbeit, Bildung und Wohnung zu nähern. Es ist notwendig, zu ver­bind­lichen Verabredungen und Verantwortlichkeiten für die Zusammenarbeit auf al­len Feldern zu kommen. Das setzt voraus, daß Organe entstehen, die in größtmöglich­er Transparenz sich als "Ermöglicher" von Initiative und Entwicklung ver­stehen.

Im Sinne der Brüderlichkeit sollen Netzwerke entstehen, die -- unter der Berück­sichtigung von Teilhabe und Brüderlichkeit -- ein Wirtschaften innerhalb der Ge­meinschaft und über ihre Grenzen hinaus, ermöglichen.
Bei unterschiedlichen Leistungsniveaus soll jede Arbeit als Wertschöpfung in der Gemeinschaft anerkannt werden, --  unabhängig von ihrer materiellen Bewertung.
Es soll versucht werden, die Strukturen der Region zu respektieren, sowie Bedürf­nisse des Umfeldes zu erkennen und ihnen Rechnung zu tragen.